Ferrari Portofino – Back to Italy

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Zurück aus California, zurück zu einem der schönsten Flecken Italiens: Portofino – Dieser kleine ligurische Hafenort am Golfo del Tigullio ist der Namensgeber für den neuen Ferrari Portofino. Ein malerischer, wohltuender und inspirierender Ort zugleich. Zurück zu den Wurzeln also, die Heimkehr vom zumindest namentlichen Ausflug in die Karibik. Der Vorgänger Ferrari California setzte die Maßstäbe hoch, doch der Neue aus Modena wird diesen nicht nur gerecht, nein, er erneuert sie, setzt sie noch höher an, als je zuvor. 80 Kilogramm leichter, 40 PS stärker und ein um 35 Prozent verwindungssteiferes Chassis sind nur einige der neuen Eckpunkte des Ferrari Portofino.

Ferrari Portofino schräg vorn

Der hinreißende Charme und die überwältigende Ästhetik des neuesten Mitglieds in der Familie der italienischen Sportwagen zeigt sich aus jeder erdenklichen Perspektive. Die Leistungsdaten sprechen ebenso eine klare Sprache und wecken Erwartungen, deren alleinige Beflügelung der Fantasie immense Endorphinausschüttungen auszulösen vermag.

Ferrari Portofino Flap links

Keine Linie, keine Kante und keine Kurve ohne Grund – ein Potpourri an Designelementen, um der Aerodynamik Herr und Gebieter zu sein sowie uniform dem Sehsinn ein Meer an Beglückungsorgien zu bescheren. Der Ferrari Portofino sieht im Stand bereits schneller aus, als der Großteil aller Autos im Stande ist, überhaupt zu fahren.

Ferrari Portofino Heck

Aus diesem Grunde und einer Vielzahl weiterer, führt Ferrari aktuell die Ferrari Portofino European Tour 2018 durch. Eine Roadshow quer durch Europa, ein Event, welches voll und ganz dem neuen Ferrari Portofino gewidmet ist. Gestartet am 16. April 2018 geht es durch 64 verschiedene Städte, entlang des Mittelmeers, über die Alpen und quer durch diverse europäische Metropole, auf interessanten Strecken und mit Zwischenstopps an sehenswerten Domizilen.

FYLE durfte auf einer Etappe dabei sein, um sich vom Anmut, der fesselnden Leistung und den vielen phantastischen Eigenschaften des Fahrzeugs überzeugen zu können. Start und Ziel ist immer einer der offiziellen Vertragshändler und gedacht ist diese extravagante Tour für Vollblut-Ferraristi, die der Marke nicht nur aufgeschlossen gegenüberstehen und lange Zeit die Treue halten, sondern bereits diverse Erfahrungen mit den italienischen Supersportwagen sammeln konnten.

Ferrari Portofino Steuer

Nach einem Transfer mit dem Shuttle zum Startort – in unserem Falle das so wunderschöne wie auch standesgemäße Schlosshotel im Berliner Grunewald – wurden alle Teilnehmer mit den Daten und Eigenschaften des Ferrari Portofino vertraut gemacht und nach einer Einweisung durch die Ferrari-Instruktoren ging es dann endlich los.

Allein der Startvorgang von insgesamt elf Ferrari Portofino, die an dieser Tour teilnehmen, war ein Ohrenschmaus der Extraklasse. Ein Feuerwerk wird durch den Klang der 3.9-Liter-V8-Triebwerke entfacht, die ihr Kraftpotenzial als Symphonie aus jeweils vier Endrohren musizieren. Gänsehautgarantie!

Ferrari Portofino Engine

Acht Zylinder, zwei Turbolader, ein Ansprechverhalten wie ein Saugmotor und die Kraftentfaltung eines Turbomotors – ohne Turboloch, fast militärisch zackig und dennoch mit absolutem Gehorsam dosierbar. So kann man die Charakteristik dieser 600 PS starken Maschine am ehesten beschreiben. Ansonsten hilft es nur, diese Power selbst zu erleben, denn das in Worte zu fassen, wozu der Ferrari Portofino mit diesem Antrieb in der Lage ist, erweist sich als fast unmöglich.

Ferrari Portofino Brembo

Bärenstarke 760 Newtonmeter schieben das Coupé-Cabriolet – dank Aluminium-Hardtop ist der Portofino zwei Autos in einem – mit einer nicht enden wollenden Vehemenz an, dass man so gut wie bei jedem Beschleunigungsvorgang unwillkürlich die Zahnreihen entblößt. Ebenso phänomenal erweist sich die Keramik-Bremsanlage von Brembo, welche mit diesen exorbitanten Leistungsentfaltungen umzugehen weiß und bei Bedarf wie per Zaubertrick die kinetische Energie des Ferrari Portofino verpuffen lässt.

Ferrari Portofino Bayrisches Haus

Bei einem Zwischenstopp im Bayrischen Haus nahe Potsdam, in Verbindung mit einem köstlichen Lunch, konnte man die ersten Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern austauschen und den immer zur Seite stehenden Instruktoren mit etwaigen Fragen zum Ferrari Portofino begegnen. Es ist irgendwie berauschend, wie Leidenschaft zu Ferrari verbinden kann. Innerhalb kürzester Zeit fühlt man sich fast schon familienzugehörig, oder in jedem Fall als Teil des Rennstalls – der Scuderia.

Hotel Bayrisches Haus Potsdam

Auf der zweiten und längsten Etappe ging es dann zurück zum Ferrari-Vertragshändler, der Thomas Sportwagen GmbH, nach Dresden-Radebeul. Eine Strecke über Land und ein nicht unbeträchtlicher Anteil Autobahn. Dabei konnte man den Ferrari Portofino nochmals auf Herz und Nieren testen, ihn fordern, streicheln, mit ihm Cruisen oder pfeilschnell unterwegs sein. Er bietet das gesamte Repertoire ohne jegliche Abstriche. Auch das Offenfahren ist ein Genuss. In 14 Sekunden öffnet und schließt das Hardtop aus Aluminium – auch während der Fahrt bis zu 40 km/h. Dank neuentwickeltem Windschott und ausgeklügelter Aerodynamik sind selbst jenseits der 200 Stundenkilometer Gespräche mit dem Beifahrer jederzeit problemlos möglich. Zudem bleibt es dabei fast zugfrei im Innenraum.

Ferrari Portofino Interieur

Apropos Genuss: Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe macht jeden Schaltvorgang zu Ebendiesem. Insbesondere das manuelle Schalten per Schaltpaddles erweist sich als Fahrspaßgenerator par excellence. Schaltet man sich bei Volllast durch die Gänge, wird jede nächste Fahrstufe regelrecht reingeprügelt – untermalt von einem infernalen Donnerschlag aus den Endrohren – Wahnsinn.

Doch es geht noch weiter. Der Ferrari Portofino besitzt ein Infotainmentsystem mit hochauflösendem 12.3-Zoll-Touchscreen als Zentrale, einem großen mittig platzierten Drehzahlmesser als Cockpitinstrument, der links und rechts durch je einen farbigen Screen flankiert wird und alle wichtigen Infos in einem perfekten Blickwinkel präsentiert. Alle Bedienelemente und die gesamte Bedienung ist intuitiv angelegt und selbsterklärend. Ausschließlich bei Ferrari gibt es das Infodisplay für den Beifahrer, das alle Performancewerte in Echtzeit wiedergibt. Bei sensiblen Beifahrern ist dieses Gimmick eventuell nicht unbedingt optimal – zumindest für den jeweiligen Fahrer.

Doch auch ohne schimpfenden Beifahrer kommt Entertainment im neuen Ferrari nicht zu kurz. Ein Soundsystem von JBL sorgt jederzeit für eine standesgemäße, sehr dynamische und voluminöse Untermalung in akustischer Form – sofern man dies möchte. Zugegeben: Wir lauschten die meiste Zeit am liebsten dem Motorensound, von dem man auch nach mehreren hundert Kilometern einfach nicht genug bekommt. Das gilt übrigens auch für die grandiosen, 18-fach verstellbaren Sitze, deren Seitenhalt an Cockpits von Kampfjets erinnert, jedoch mit einer unerwartet exzellenten Ergonomie. Der Rücken erfreut sich daran permanent.

Schnell, viel zu schnell verging die Zeit daher im wahrsten Sinne wie im Fluge. Und am Abend erreichten wir dann gemeinsam unser Ziel: die Thomas Sportwagen GmbH in Dresden-Radebeul. Die Blutbahn geflutet von Glückshormonen und vom Ferrari-Fieber gepackt, wandern die Gedanken noch einmal die Tour ab, erinnern sich an ein dank magnetorheologische Dämpfungssystem perfekt austariertes Fahrwerk, eine skalpellscharfe Lenkung – dank des erstmals in Serie eingesetzten EPS (Electric Power Steering), an die omnipräsente Leistung und an ein Fahrgefühl, welches ganz offensichtlich nur durch einen Ferrari erzeugt werden kann.

Eine gute Idee daher vom Initiator, mit allen Teilnehmern alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Beim gemeinsamen Abendessen klingt ein Event aus, welches seinesgleichen sucht. Perfekt organisiert und mit dem Maximum an Möglichkeit zur Verinnerlichung, was die Marke Ferrari ausmacht, lebt und deren Fans verbindet.

 

Technische Daten des Ferrari Portofino

MOTOR

  • Typ V8 – 90° Front-Mittelmotor mit Bi-Turbo Aufladung
  • Hubraum 3.855 ccm
  • Leistung (max.)  441 kW / 600 PS bei 7.500 U/Min
  • Drehmoment (max.) 760 Nm zwischen 3.000 und 5.250 U/Min

ABMESSUNGEN UND GEWICHT

  • Länge 4.586 mm
  • Breite 1.938 mm
  • Höhe 1.318 mm
  • Gewichtsverteilung 46-54 % vorne/hinten
  • Leergewicht 1.664 kg

FAHRLEISTUNGEN

  • Höchstgeschwindigkeit >320 Km/h
  • 0-100 km/h 3.5 sec
  • 0-200 km/h 10,8 sec

KRAFTSTOFFVERBRAUCH

  • Kraftstoffverbrauch (kombiniert) 10,7 l/100km
  • CO2-Emissionen 245g CO2/km
  • Tankinhalt 80 Liter

PREIS

  • ab 189.704 Euro

Fotos: FYLE

Redaktion
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